Das Orator-Programm

Sonden und Raumkörper
10 Objekte, 6 Zeichnungen, Texte, Fotomontagen


Das Orator-Programm ist eins der erfolgreichsten in der Raumfahrtgeschichte. Die kleinen, leichten Sonden, deren Entwicklung und Erprobung Jahrzehnte dauerte und unermessliche Mengen an öffentlichen Steuergeldern verschlang, können zielgenau programmiert werden. Trotzdem verdankt das Programm seinen Erfolg einem Zufall, denn die „Interplanetare Raumsonde IR1“ verfehlte den anvisierten Planeten um knapp drei Lichtjahre und stieß stattdessen auf einen kleinen Sternenhaufen, in dessen Zentrum zwei umeinander kreisende Sonnen stehen.So außergewöhnlich wie die Umstände der Entdeckung sind auch einige der zusammengeballten Planeten, die bisher weder kartographiert noch fotografiert werden konnten. Einige dieser Planeten werden mit den hier vorgestellten Sonden untersucht und Wissenschaftler vermuten, dass es dort zwar kein extraterrestrisches Leben gibt, dass die Planeten selber aber alle Anzeichen des Lebendigen tragen ...

Futuristisch blau beleuchtet in der "Aberglaube" Ausstellung im LWL. Archäologisches Landesmuseum Herne
 Interplanetare Raumsonde (IR1)

  Zyklop-Rover

Prae-Auditor (links)
Dieser Lander, der nur eine Handvoll auserwählte Planeten der Orator-Galaxie untersuchen soll, trägt einige wissenschaftliche Experimente an Bord. Über ein hochsensibles Richtmikrofon können Laute der Planeten aufgezeichnet und präzise mit irdischen Kommunikationsformen abgeglichen werden. Hinzu kommen Sensoren für elektro-magnetische Felder, sowie empfindliche Vivasensoren. Ein Großstethoskop, sowie Reflexmessgeräte gehören zur Grundausstattung dieses Raumkörpers.


Sendungssonde (rechts)Eine Vorbeiflugsonde, die sich an ausserirdische Intelligenz richtet. Die Flugbahn des Raumkörpers wird von einem Zufallsmodus bestimmt, der die Sonde jedoch auf jeden Fall in die Außenbezirke des Sonnensystems bringen wird. Im Vorbeiflug an fremden Galaxien sendet das Gerät Bilder vom Menschen (Mann und Frau) sowie ein Koordinatensystem mit binären Zahlen, anhand derer man die Position der Erde in der Milchstraße feststellen kann.



Planetenspringer (links)
Der Planetenspringer vergleicht im Schnellverfahren die Planeten der Orator-Galaxie. Dazu ist er mit einem hochmodernen Plasmamotor ausgerüstet um die großen Entfernungen zwischen den Planeten zu meistern und auch den Rückflug zur Erde sowie das erforderliche Bremsmanöver problemlos zu schaffen. Die Verfolgung und die Berechnung der Zugrouten der selbständig wandernden Planeten sind ein besonderer Aufgabenbereich dieser Sonde.


Antiparasitärer Lander (rechts)Dieser Lander ist entwickelt worden, nachdem die Lebendigkeit der Planeten der Orator-Galaxie entdeckt worden waren. So ist das Aufgabenspektrum dieses Raumkörpers ein gänzlich anderes, als das der „Transkosmos“-Mission. Der Antiparasitäre Lander sucht gezielt nach weiteren Anzeichen von Lebendigkeit, sowie nach etwaigen den Planeten anhaftenden Parasiten.

Muttersonde

WeathercatcherOrator Lander